Inhaltsverzeichnis
- So funktioniert die Einbindung in Sweap (allgemein)
- Consent & Datenschutz – wann brauche ich was?
- Einbindung bekannter Tracking Tools
Tracking-Tools in deine Event-Registrierungsseite einbauen
Updated
von Matthias Heicke
- So funktioniert die Einbindung in Sweap (allgemein)
- Consent & Datenschutz – wann brauche ich was?
- Einbindung bekannter Tracking Tools
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du beliebige Tracking- und Analyse-Tools auf deinen Sweap-Event-Seiten einbindest – und geben dir fertige Code-Bausteine für Google Analytics 4, etracker und das LinkedIn Insight Tag.
So kannst du Besuche, Anmeldungen und Conversions deiner Event-Seiten messen und z. B. in deine Marketing-Reports übernehmen.
So funktioniert die Einbindung in Sweap (allgemein)
Sweap rendert deine Event-Seite als ganz normale Webseite. Du kannst eigene Script-Tags in den <head>-Bereich der Seite einfügen, indem du das Feld Custom Head HTML in den Anmeldeeinstellungen verwendest:
- Öffne deine Event-Seite im Bearbeitungsmodus.
- Klicke oben rechts auf das Zahnrad-Symbol ("Anmeldeeinstellungen").
- Wechsle zu Information → HTML-Einstellungen → Custom Head HTML.
- Füge dort den Tracking-Code deines Tools ein und speichere.
Mehr Hintergrund zu diesem Feld findest du in Meta-Daten & SEO für Anmeldeseiten.
{{ event.uuid }} oder {{ event.name | escape }} benutzen, um zusätzliche Event-Informationen an dein Tracking-Tool zu schicken. Die einzelnen Tool-Abschnitte zeigen, wie das in der Praxis aussieht.Consent & Datenschutz – wann brauche ich was?
Bevor du ein Tracking-Tool einbaust, kläre für dich (idealerweise gemeinsam mit dem Datenschutz/Legal): Brauche ich eine Einwilligung der Besucher:innen ("Consent")?
Grundsätzlich gilt:
- Sobald ein Tool personenbeziehbare Daten verarbeitet, Cookies setzt oder ähnliche Zugriffe auf das Endgerät macht, brauchst du in der EU in der Regel eine Einwilligung gemäß DSGVO & TDDDG.
- Einige Tools (z. B. etracker analytics) lassen sich im sogenannten einwilligungsfreien Modus betreiben – dann fallen weniger Pflichten an, aber auch der Funktionsumfang ist eingeschränkt. Details siehe etracker: Einwilligungsfrei & rechtskonform.
- Google Analytics 4 und das LinkedIn Insight Tag setzen praktisch immer eine aktive Einwilligung voraus.
Wie wird die Einwilligung technisch umgesetzt?
Sweap bringt kein eigenes Consent-Management mit. Du brauchst dafür ein Consent-Management-Tool, das deine Tracking-Scripts erst lädt, nachdem die Besucher:innen eingewilligt haben. Erfolgreich getestet haben wir z. B.:
- CCM19 – wird häufig bereits auf den restlichen Webseiten unserer Kunden eingesetzt.
- Usercentrics – z. B. in Kombination mit Google Analytics.
Mehr Hintergrund: DSGVO-konformes Consent-Management und Cookie-Banner.
Grundprinzip mit Consent-Tool (am Beispiel CCM19)
Das Muster ist bei nahezu jedem Consent-Tool gleich:
- Consent-Tool laden (üblicherweise ein
<script>ganz oben im Custom Head HTML). - Service definieren (z. B. "Google Analytics", "etracker", "LinkedIn") – meist im Adminbereich des Consent-Tools, manchmal in Form eines HTML-Attributs.
- Das eigentliche Tracking-Script blockieren, bis der Service gestattet wurde. Bei CCM19 erreichst du das z. B. mit
type="text/plain"unddata-ccm19="<service-key>"– das Script wird erst aktiviert, wenn die Einwilligung vorliegt.
Beispiel-Skeleton (für jedes Tool gleich, nur der innere Block ändert sich):
<script
src="https://cloud.ccm19.de/app.js?apiKey=DEIN_API_KEY"
referrerpolicy="origin">
</script>
<script type="text/plain" data-ccm19="DEIN_SERVICE_KEY">
// hier kommt der eigentliche Tracking-Code rein
</script>
In den Tool-Abschnitten unten findest du jeweils einen fertigen Block sowohl ohne als auch mit CCM19.
Einbindung bekannter Tracking Tools
1) Google Analytics
Mit Google Analytics misst du Seitenaufrufe, Nutzerverhalten und Conversions auf deinen Event-Seiten. Die Einbindung erfolgt mit dem standardmäßigen Google-Tag (gtag.js).
Schritt 1 – Mess-ID besorgen
- Logge dich in Google Analytics ein.
- Lege optional eine eigene Property für deine Event-Seiten an (z. B. "Sweap Events").
- Öffne Verwaltung → Datenstreams → Web und kopiere die Mess-ID (Format
G-XXXXXXXXXX).
Schritt 2 – Tracking-Code in Custom Head HTML einfügen
<script async src="https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=G-XXXXXXXXXX"></script>
<script>
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag(){dataLayer.push(arguments);}
gtag('js', new Date());
gtag('config', 'G-XXXXXXXXXX');
</script>
G-XXXXXXXXXXdurch deine eigene Mess-ID ersetzen.
Schritt 3 - Event-Infos mitschicken (optional)
Damit du später pro Event auswerten kannst, gib der Seite ein eigenes Page-Title bzw. einen Custom-Parameter mit:
<script>
gtag('config', 'G-XXXXXXXXXX', {
page_title: '{{ event.name | escape }}',
custom_map: { dimension1: 'sweap_event_uuid' }
});
gtag('event', 'sweap_event_view', {
sweap_event_uuid: '{{ event.uuid }}'
});
</script>
In GA4 kannst du Sweap Event UUID danach als benutzerdefinierte Dimension anlegen und in Berichten/Explorations als Filter nutzen.
Schritt 4 – Consent korrekt umsetzen (Pflicht)
GA4 setzt Cookies und verarbeitet personenbeziehbare Daten – du brauchst eine aktive Einwilligung. Zwei übliche Wege:
A) Mit Usercentrics oder CCM19 (empfohlen)
In CCM19 einen Service "Google Analytics" anlegen und den GA-Block über type="text/plain" blockieren:
<script
src="https://cloud.ccm19.de/app.js?apiKey=DEIN_API_KEY"
referrerpolicy="origin">
</script>
<script type="text/plain" data-ccm19="google-analytics" async
src="https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=G-XXXXXXXXXX"></script>
<script type="text/plain" data-ccm19="google-analytics">
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
function gtag(){dataLayer.push(arguments);}
gtag('js', new Date());
gtag('config', 'G-XXXXXXXXXX');
</script>
B) Mit Google Consent Mode v2
Wenn dein Consent-Tool Google Consent Mode v2 unterstützt (CCM19 und Usercentrics tun das), wird GA automatisch in einen eingeschränkten/voll aktiven Modus geschaltet, ohne dass du den GA-Block selbst blockieren musst. Die genaue Konfiguration findest du in der Doku deines Consent-Tools.
Schritt 5 – Verifikation
- In GA4: Berichte → Echtzeit öffnen und die eigene Event-Seite besuchen → es sollte mind. 1 aktiver Nutzer angezeigt werden.
- Mit der Chrome-Erweiterung "Tag Assistant" prüfen, ob der Tag korrekt feuert.
2) etracker analytics
etracker ist eine in Deutschland gehostete Analytics-Lösung und kann – anders als GA – auch einwilligungsfrei betrieben werden.
Schritt 1 – etracker-Konto einrichten
- Logge dich bei etracker ein.
- Lege optional eine neue Website / ein neues Projekt an (z. B. "Sweap" oder "Event-Seiten").
- Du erhältst eine Tracking-ID (Secure Code).
Schritt 2 – etracker-Tracking-Code einfügen
Füge im Custom Head HTML-Feld den von etracker bereitgestellten Code ein. Beispiel:
<script>
(function() {
var etracker = document.createElement('script');
etracker.type = 'text/javascript';
etracker.async = true;
etracker.src = '//code.etracker.com/code/e.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0];
s.parentNode.insertBefore(etracker, s);
})();
</script>
In der Praxis stellt dir etracker einen individuell auf dein Konto zugeschnittenen Code bereit. Bitte diesen aus deinem etracker-Konto kopieren und verwenden.
Schritt 3 – Event-Informationen übergeben (optional)
Du kannst zusätzliche Informationen wie Event-Name oder Event-UUID mitschicken. Diese werden über ein globales Objekt gesetzt, bevor das Tracking-Script geladen wird:
<script>
window._etracker = window._etracker || [];
window._etracker.push({
event_uuid: "{{ event.uuid }}",
event_name: "{{ event.name | escape }}"
});
</script>
Diese Daten helfen dir später bei der Auswertung pro Event.
Schritt 4 – Consent / Datenschutz
Für etracker hast du drei Möglichkeiten – wähle die, die zu deinem Use-Case passt:
Option A: etracker einwilligungsfrei betreiben
In bestimmten Konstellationen darf etracker ohne Cookie-Banner und ohne Einwilligung betrieben werden. Vorteile: kein Banner, weniger Reibung. Nachteil: Die komplette Benutzerhistorie geht verloren – ein Besucher, der zweimal auf deine Seite kommt, wird zweimal als neuer Besucher gezählt, nicht als wiederkehrend.
Mehr Infos:
- etracker – Einwilligungsfrei und rechtskonform
- Usercentrics: etracker Analytics Einwilligungsfrei (PDF)
In diesem Modus reicht der oben beschriebene Standard-Einbau aus.
guest_uuid, keine E-Mail-Adresse usw.Option B: etrackers eigenes Consent-Tool
etracker bietet selbst einen Consent-Modus an. Du schaltest unter Einstellungen → Consent in deinem etracker-Konto den Consent-Modus ein und konfigurierst Banner, Texte und Verhalten direkt dort. Der oben gezeigte Code-Einbau bleibt gleich.
Option C: CCM19 (oder andere Consent-Tools)
Wenn du bereits CCM19 auf deinen anderen Webseiten einsetzt, kannst du es auch hier verwenden. Lege in CCM19 einen neuen Service "etracker" an (falls noch nicht vorhanden – bei Fragen melde dich gerne beim Support).
Im Custom Head HTML dann folgendes einfügen:
<script
src="https://cloud.ccm19.de/app.js?apiKey=DEIN_API_KEY"
referrerpolicy="origin">
</script>
<script>
window._etracker = window._etracker || [];
window._etracker.push({
event_uuid: "{{ event.uuid }}",
event_name: "{{ event.name | escape }}"
});
</script>
<script type="text/plain" data-ccm19="etracker">
(function() {
var et = document.createElement('script');
et.type = 'text/javascript';
et.async = true;
et.src = '//code.etracker.com/code/e.js';
document.head.appendChild(et);
})();
</script>
3) LinkedIn Insight Tag
Das LinkedIn Insight Tag brauchst du, wenn du LinkedIn-Kampagnen schaltest und wissen willst, welche Anzeigen tatsächlich zu Anmeldungen führen – außerdem erlaubt es Retargeting von Event-Seiten-Besuchern und liefert Website-Demographics (Branche, Position, Unternehmensgröße der Besucher:innen).
Schritt 1 – Partner-ID im LinkedIn Campaign Manager holen
- Logge dich im LinkedIn Campaign Manager ein.
- Gehe zu Analyze → Insight Tag (in der deutschen Oberfläche: Analysieren → Insight-Tag).
- Kopiere deine Partner-ID (eine Zahlenfolge wie
123456).
Eine bebilderte Anleitung von LinkedIn: Add the LinkedIn Insight Tag to your website.
Schritt 2 – Tracking-Code in Custom Head HTML einfügen
Den folgenden Block in den Custom-Head-HTML-Bereich deiner Event-Seite einfügen und YOUR_PARTNER_ID an drei Stellen durch deine echte Partner-ID ersetzen:
<script type="text/javascript">
_linkedin_partner_id = "YOUR_PARTNER_ID";
window._linkedin_data_partner_ids = window._linkedin_data_partner_ids || [];
window._linkedin_data_partner_ids.push(_linkedin_partner_id);
</script>
<script type="text/javascript">
(function(l) {
if (!l){window.lintrk = function(a,b){window.lintrk.q.push([a,b])};
window.lintrk.q=[]}
var s = document.getElementsByTagName("script")[0];
var b = document.createElement("script");
b.type = "text/javascript"; b.async = true;
b.src = "https://snap.licdn.com/li.lms-analytics/insight.min.js";
s.parentNode.insertBefore(b, s);
})(window.lintrk);
</script>
<noscript>
<img height="1" width="1" style="display:none;" alt=""
src="https://px.ads.linkedin.com/collect/?pid=YOUR_PARTNER_ID&fmt=gif" />
</noscript>
Schritt 3 - Conversion-Event auslösen (optional)
Falls du z. B. eine erfolgreiche Anmeldung in LinkedIn Ads als Conversion zählen willst, kannst du das Standard-Tag um einen Event-Aufruf erweitern – z. B. auf der Danke-Seite nach Registrierung:
<script>
window.lintrk('track', { conversion_id: DEINE_CONVERSION_ID });
</script>
Die conversion_id legst du im LinkedIn Campaign Manager unter Analyze → Conversion Tracking an.
Schritt 4 – Consent korrekt umsetzen (Pflicht)
Das LinkedIn Insight Tag setzt Cookies und ist einwilligungspflichtig. Du darfst es also erst laden, nachdem die Besucher:innen aktiv zugestimmt haben. Empfohlen:
Mit CCM19 – lege in CCM19 einen Service "LinkedIn Insight Tag" an und blockiere die Scripts so lange:
<script
src="https://cloud.ccm19.de/app.js?apiKey=DEIN_API_KEY"
referrerpolicy="origin">
</script>
<script type="text/plain" data-ccm19="linkedin-insight">
_linkedin_partner_id = "YOUR_PARTNER_ID";
window._linkedin_data_partner_ids = window._linkedin_data_partner_ids || [];
window._linkedin_data_partner_ids.push(_linkedin_partner_id);
</script>
<script type="text/plain" data-ccm19="linkedin-insight">
(function(l) {
if (!l){window.lintrk = function(a,b){window.lintrk.q.push([a,b])};
window.lintrk.q=[]}
var s = document.getElementsByTagName("script")[0];
var b = document.createElement("script");
b.type = "text/javascript"; b.async = true;
b.src = "https://snap.licdn.com/li.lms-analytics/insight.min.js";
s.parentNode.insertBefore(b, s);
})(window.lintrk);
</script>
Schritt 5 – Verifikation
- Installiere die Chrome-Erweiterung "LinkedIn Insight Tag Helper" und rufe deine Event-Seite auf – die Erweiterung sollte die Partner-ID anzeigen.
- Im LinkedIn Campaign Manager den Status prüfen: je nach UI-Version unter Analyze → Insight Tag oder oben rechts unter Tools → Insight Tag. Nach erfolgreicher Installation steht der Status (spätestens nach 24 h) auf 'active'.
Test- und Troubleshooting-Checkliste
Wenn ein Tool keine Daten zeigt, gehe diese Liste durch:
- Custom Head HTML gespeichert? Nach dem Einfügen unbedingt speichern und die Event-Seite neu laden.
- Auf der richtigen Seite getestet? Vorschau-Modus zählt manchmal nicht – teste auf der echten, veröffentlichten URL.
- Adblocker aus? Ad-/Tracking-Blocker im Browser deaktivieren oder im Inkognito-Modus testen.
- Consent-Banner akzeptiert? Wenn du CCM19/Usercentrics einsetzt: Hast du den jeweiligen Service tatsächlich akzeptiert?
- Platzhalter geschrieben? Stelle sicher, dass
{{ event.uuid }}& Co. doppelte geschweifte Klammern verwenden – einfache Klammern oder eckige Klammern funktionieren nicht. - Korrekte ID eingesetzt? Mess-ID, Tracking-ID oder Partner-ID exakt aus dem jeweiligen Tool kopiert?
- 24 h gewartet? Manche Tools (besonders LinkedIn) brauchen bis zu einen Tag, bis Daten sichtbar werden.